Important news

• Unser Umgang mit dem Corona-Virus

• Kundenbefragung AGGM Plattform

• Wasserstoffstrategie für Deutschland

 

Good to know

• Genehmigte Netzentwicklungspläne

• Änderungen der Allgemeinen Bedingungen mit 1. April 2020

• Grafik, Fakten: Internationale Speicherdaten

 

AGGM im Dialog

• Interview mit Mag. Harald Lixl, Vertrieb/Energielösungen, Salzburg AG

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Important news

 

Unser Umgang mit dem Corona-Virus für einen verlässlichen Gastransport

Die von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV2-Epidemie haben natürlich auch Auswirkungen auf die Abläufe in der AGGM. Als Betreiber kritischer Infrastruktur nimmt AGGM die Verantwortung als Markt- und Verteilergebietsmanager sehr ernst. Der Großteil der MitarbeiterInnen arbeitet derzeit im Home-Office, AGGM bleibt für Sie über die bekannten Kanäle jederzeit und unverändert erreichbar. Sämtliche Services von der Registrierung für Bilanzgruppenverantwortliche bis zur Informationsbereitstellung für aktive Marktteilnehmer, stehen weiterhin und im vollen Umfang zur Verfügung. Zur Sicherstellung des operativen Betriebs wurden besondere Vorsichtsmaßnahmen für Schlüsselpersonal ergriffen und insbesondere die Schichtpläne entsprechend organisiert, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

 

Gas wird daher wie gewohnt sicher und zuverlässig über das österreichische Gasnetz in die österreichischen Haushalte und Wirtschaftsbetriebe geliefert und die benachbarten Marktgebiete transportiert.

 

Bleiben Sie gesund!

Kundenbefragung 2020 – Erweiterte Funktionalitäten auf der AGGM Plattform

AGGM hat in den vergangenen beiden Jahren mehrere Initiativen zur Verbesserung und Erweiterung der Online-Angebote bei der Veröffentlichung von Marktgebietsdaten auf der AGGM Plattform gesetzt.

Um das Angebot auch weiterhin bedarfsgerecht und an Ihren Bedürfnissen orientiert gestalten zu können, freut sich das Team der AGGM über Ihr Feedback und ersucht Sie um Teilnahme an einer diesbezüglichen Nutzerumfrage.

 

Um zu den Fragen zu gelangen klicken Sie bitte hier. Die Befragung wird ca. 7 Minuten in Anspruch nehmen. Wir bedanken uns bereits im Voraus für Ihren Beitrag.

Wasserstoffstrategie für Deutschland

Die Bundesrepublik will ihren Bedarf ab 2030 zu 20 Prozent mit „grünem“ Wasserstoff decken. Ausschließlich aus heimischer Erzeugung wird dieser indessen kaum stammen. 

 

Noch befindet sich die deutsche Wasserstoffstrategie in Abstimmung innerhalb der Bundesregierung. Einige Details des 21 Seiten langen Entwurfs des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) unter Ressortchef Peter Altmaier sind aber bereits bekannt. Deutschen Medienberichten zufolge plant Altmaier, bis 2030 Anlagen zur elektrolytischen Herstellung von Wasserstoff (Elektrolyseure) mit einer Gesamtleistung von drei bis fünf Gigawatt zu errichten. Sie sollen dazu beitragen, rund ein Fünftel des Bedarfs der Bundesrepublik mit Hilfe von „grünem“ Wasserstoff zu decken. Dieser wird via Elektrolyse von Wasser mit Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen. Allerdings wird in dem Entwurf eingeräumt, dass Deutschland seinen Bedarf an Wasserstoff aller Voraussicht nach nicht mit Produktionsanlagen im eigenen Land decken kann. Aus diesem Grund seien Importe unvermeidlich, etwa aus Australien sowie aus afrikanischen Staaten, mit denen die Bundesrepublik „Energiepartnerschaften“ schließen sollte. Als notwendig erachtet wird in dem Entwurf des BMWI auch die Nutzung von „blauem“ Wasserstoff. Dieser wird aus Erdgas gewonnen. Für die Zukunft ist geplant, das dabei entstehende CO2 abzuscheiden und in geologischen Formationen langfristig zu speichern (Carbon Capture and Storage, CCS). Eine strenge Unterscheidung zwischen „grünem“ und „blauem“ Wasserstoff nimmt der BMWI-Entwurf ohnehin nicht vor: In diesem ist mehrfach von „CO2-freien“ bzw. „CO2-neutralem“ Wasserstoff die Rede.

Um die Politik zu beraten, ist ein „Nationaler Wasserstoffrat“ vorgesehen, dessen Mitglieder der Wissenschaft und der Wirtschaft entstammen. Die Fortschritte bei der Umsetzung der Wasserstoffstrategie zu überwachen wird die Aufgabe einer neu zu gründenden „Nationalen Geschäftsstelle Wasserstoff“ sein. Vorgesehen sind im Entwurf der Wasserstoffstrategie umfassende Förderungen. Den Aufbau des Tankstellennetzes möchte das BMWI mit 3,4 Milliarden Euro unterstützen. Die Mittel für die sogenannten „Reallabore“, die dem großtechnischen Testen der Wasserstofferzeugung und -nutzung dienen, sollen von 400 Millionen Euro um 650 Millionen Euro erhöht werden. Ferner ist vorgesehen, einen Plan zu erarbeiten, um das deutsche Erdgasnetz an die Erfordernisse der Wasserstoffwirtschaft anzupassen.

 

„Wasserstoffnation Nr. 1“ 

Auch in Österreich wird bekanntlich an einer nationalen Wasserstoffstrategie gearbeitet. Festgehalten wird im Regierungsprogramm das Vorhaben, Wasserstofftechnologien „speziell für den Wirtschafts- und Verkehrsbereich“ zu entwickeln und Österreich „zur Wasserstoffnation Nummer 1“ zu machen.

Die heimische Gaswirtschaft steht dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Wasserstoff sowie anderen „erneuerbaren Gasen“ wie Biomethan und synthetisches Methan ist allerdings eine rasche Klärung der Rahmenbedingungen, die ausreichende Anreize setzen, damit langfristige Investitionssicherheit gewährleistet werden kann. Ferner gilt es, die Gas-, Wärme- und Stromnetze besser zu vernetzen und „gesamthaft“ sektorübergreifend zu planen, was auch im Regierungsprogramm unter der Bezeichnung „Integrierter Netzinfrastrukturplan“ vorgesehen ist. Dabei kann auf bestehende Planungsinstrumente aufgebaut werden. Beim Umbau zu einem nachhaltigen Energiesystem wird man auf das in Österreich vorhandene Potential für erneuerbarer Gase von rund 4 Mrd m3/Jahr bis 2050 (Biomethan, Wasserstoff und synthetisches Methan) nicht verzichten können. Die vorhandene flächendeckende Gasinfrastruktur kann bei dieser Entwicklung als Energiewendeinfrastruktur für den Transport der stärker regionalisierten Erzeugung von erneuerbaren Gasen und deren Speicherung einen wesentlichen Beitrag leisten. Die konzeptionellen Vorarbeiten und Anpassungen des technischen Regelwerks, um diese Entwicklung zu ermöglichen, sind bereits angelaufen.

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Good to know

Genehmigte Netzentwicklungspläne

E-Control hat die Langfristige Planung 2019 am 19. Dezember 2019 per Bescheid genehmigt. Mit gesondertem Bescheid vom 20. Februar 2020 hat E-Control den neuen Projekten das öffentliche Interesse explizit zuerkannt. Die Bescheide geben grünes Licht für die Errichtung der Leitungsverbindung zwischen Salzburg und Tirol, womit eine deutliche Verbesserung der Versorgungssicherheit geschaffen werden kann.

Mit Bescheid vom 3. Februar 2020 hat E-Control den Koordinierten Netzentwicklungsplan 2019 genehmigt.

 

Der Bericht der Langfristigen Planung 2019 und des Koordinierten Netzentwicklungsplanes 2019 inkl. der erlassenen Bescheide sind auf der AGGM Website publiziert.

Änderungen der Allgemeinen Bedingungen mit 1. April 2020

E-Control genehmigte mit 20. Februar 2020 die neuen Versionen der Allgemeinen Bedingungen MGM-VGM-BGV Ost (Version 3.0) und der Allgemeinen Bedingungen für die Nutzung der AGGM Plattform (Version 7.0). Die neuen ABs stehen Ihnen auf der AGGM Website zur Verfügung und treten mit 1. April 2020, 6:00 Uhr, in Kraft.

 

Die Änderungen schaffen insbesondere die Möglichkeit, BGV-Verträge sowie Änderungen oder Ergänzungen, die vertragliche Beziehungen betreffen, mit einer einfachen elektronischen Signatur abzuschließen. Somit können zukünftig Verträge schnell, bequem, mobil und rechtskonform versendet und digital signiert werden.

Grafik/Fakten

Auf der AGGM Plattform sind seit Februar 2020 Speicherdaten der an Österreich angrenzenden Länder veröffentlicht. Der Speicherstand gibt die Summe der aktuellen Ländersituation der Speicher an, der Füllstand zeigt den aktuellen Gesamtspeicherstand in Prozent als Verhältnis zum Arbeitsgasvolumen und das nutzbare Volumen bezeichnet das Arbeitsgasvolumen, welches Kunden zur Verfügung steht. Bitte beachten Sie, dass die Daten von der internationalen Speicherplattform AGSI der GIE bezogen und mit zwei Tagen Verzögerung veröffentlicht werden.

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AGGM im Dialog

Interview mit Mag. Harald Lixl, Vertrieb/Energielösungen, Salzburg AG

  

Die Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH hat bereits seit 2008 CNG-Busse in der Fahrzeugflotte (nunmehr 45 Busse), welche zunehmend mit Biogas aus der Anlage Wiesengras der Salzburg AG betankt werden. Wie konnte dieses Projekt gestartet werden und was waren die zentralen Herausforderungen bei der Umsetzung des Projekts? 

 

Gestartet wurde das Projekt anlässlich der Fußball-EM 2008, bei der auch Salzburg ein Austragungsort war. Ziel war es aufzuzeigen, dass der Betrieb von mit Bio-Methan betriebenen Niederflurbussen in Städten eine alltagstaugliche Alternative zu Dieselbussen ist. Die Herausforderungen bestanden zu diesem Zeitpunkt darin, dass in einem sehr kurzen Zeitfenster nicht nur die CNG-Busse zu beschaffen waren, sondern insbesondere eine leistungsfähige Betankungsinfrastruktur für diese CNG-Busse geschafft werden musste.

 

Die Stadt Salzburg verfügt ebenfalls über ein gut ausgebautes elektrisch betriebenes OBusnetz. Wie gelingt es, den Kraftstoff Gas gegenüber (Öko)strom für die Mobilität der Stadt Salzburg attraktiv zu machen und gibt es Überlegungen, den Anteil der Biogas-Busse weiter zu erhöhen? 

 

In diesem Zusammenhang sind insbesondere die unterschiedlich hohen Anschaffungskosten der einzelnen Antriebssysteme zu betrachten. Dieselbusse sind nach wie vor in der Anschaffung am günstigsten, gefolgt von CNG-Bussen und sodann O-Busse. Am teuersten sind aktuell rein batteriebetriebene Busse sowie solche mit Wasserstoffantrieb. Diese Mehrkosten müssen bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über eine Laufzeit von rund 10 Jahren (= der maximale Zeitraum, für den ein Zuschlag zum Betrieb einer städtischen Linie erteilt wird) einkalkuliert werden. 2018 wurde eine derartige Linienkonzession im Stadtgebiet Salzburg wiederum der Firma ALBUS zugesprochen und diese wird weiter mit neuen CNG-Bussen bedient. 

 

Sehen Sie Potential für weitere Projekte für die Salzburg AG, um den umweltfreundlichen Kraftstoff auch in anderen Städten oder Regionen für den öffentlichen Verkehr einzusetzen bzw. gibt es bereits ähnliche Projekte Ihres Unternehmens? 

 

Immer dann, wenn große Strecken zu bewältigen oder schwere Lasten zu bewegen sind, stoßen strombasierende Antriebsformen an natürliche Grenzen. Die Größe und das Gewicht der Batterien aber auch ein aufzubauendes Oberleitungsnetz limitieren die Einsatzmöglichkeiten. Wir sehen im Einsatz von verflüssigtem Biomethan (= Bio-LNG) eine große Chance. Bereits im Einsatz befindliche LNG-Fahrzeuge zeigen, dass sie in puncto Reichweite dieselbetriebenen Bussen und LKW´s in nichts nachstehen. Die Emissionen bei Feinstaub, NOx, CO sind teilweise bis zu 90% geringer und Biomethan hat natürlich den Vorteil, dass es CO2-neutral ist! 

 

Lässt sich aus der Entscheidung, zusätzliche Linien mit CNG-Bussen zu bedienen, ableiten, dass CNG-Busse trotz höherer Anschaffungskosten im Vergleich zum Dieselantrieb einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Stand halten? Wie hat sich im Laufe der Zeit die Verfügbarkeit von CNG-Bussen entwickelt? 

 

Die Mehrkosten für einen CNG-betriebenen Bus im Vergleich zum Dieselbus betragen rund 30% bei den Anschaffungskosten.

Diese Mehrkosten müssen sodann im laufenden Betrieb (z.B. über die Treibstoffkosten) in einer Total Cost of Ownership-Betrachtung wieder „rückverdient“ werden.

In der Vergangenheit haben Fördermittel dieses Delta verringert – derzeit fehlen derartige Förderprogramme sowohl auf staatlicher als auch Länderebene!

 

Hinsichtlich Verfügbarkeit von CNG-Bussen bei den Originalausrüstungsherstellern wird verstärkt auf den LNG-Antrieb gesetzt (weil dadurch aufgrund der größeren Reichweite Tankvorgänge entfallen).

Motoren-technisch gesehen ist kein Unterschied – der Verbrennungsvorgang erfolgt bei rund 10 bar im gasförmigen Zustand.

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Neue CCT-Termine! 

AGGM Competence Center Training 

12. November 2020 I Anmeldung 

Termin in Englisch auf Anfrage                                           

AGGM Competence Center Training in Kooperation mit CEGH  

13. und 14. Oktober 2020 in englischer Sprache I Anmeldung 

 

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